| Ergebnisse des Fachgesprächs zum Thema Gewalt und Komasaufen |
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| Geschrieben von Sebastian Müller | |
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So gut wir es finden, dass das Thema ausführlich unter Einbezug aller möglichen Aspekte diskutiert wird, sosehr vermissen wir Anzeichen, dass die Stadtverwaltung neben dem Verbot des Trinkens in den besonders gefährlichen Bereichen und Zei-ten auch andere Maßnahmen ergreift. Es war immer unser Anliegen, dass neben der Repression auch aufklärerische bzw. präventive Angebote, die durch Ansprache der Gefährder und Gefährdeten versuchen das Problem im Vorfeld zu bekämpfen, eingeführt werden. Freiburg, den 19/03/2008 Betreff: Ergebnisse des Fachgesprächs zum Thema Gewalt und Komasaufen Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon, sehr geehrter Herr Bürgermeister von Kirchbach, sehr geehrter Herr Bürgermeister Neideck, am 13.3. fand das lang ersehnte Fachgespräch zum Thema Komasaufen statt, am 28.2.2008 war bereits in der gemeinsamen Sitzung des KJHA und Sozialaus-schusses mit einer Vorlage über das Thema gesprochen worden. Nach unseren Informationen vergibt derzeit das Universitätsklinikum eine Disserta-tion im Fach Medizin, die den Zusammenhang von Alkoholverboten und Gewalt-delikten untersuchen soll, daneben wurde das Alkoholverbot in einer Hausarbeit zum großen Schein im Bereich Öffentliches Recht und im Rahmen einer Seminar-arbeit der Verwaltungsfachhochschule Kehl thematisiert. Dies alles zeigt, wie wichtig der gesamten Stadtgesellschaft eine Lösung des The-mas ist. Lösung des Themas? Ein Thema kann man nur behandeln, ein Problem kann man lösen. So gut wir es finden, dass das Thema ausführlich unter Einbezug aller möglichen Aspekte diskutiert wird, sosehr vermissen wir Anzeichen, dass die Stadtverwaltung neben dem Verbot des Trinkens in den besonders gefährlichen Bereichen und Zei-ten auch andere Maßnahmen ergreift. Insbesondere vermissen wir, das sich das Sozialdezernat mit diesem Thema beschäftigt und auch Lösungen erarbeitet. Die einzigen konkreten und umsetzbaren Lösungsansätze kommen derzeit vom Amt für öffentliche Ordnung. Es war immer unser Anliegen, dass neben der Repression auch aufklärerische bzw. präventive Angebote, die durch Ansprache der Gefährder und Gefährdeten versuchen das Problem im Vorfeld zu bekämpfen, eingeführt werden. Für diese Angebote bedarf es der konstruktiven Zusammenarbeit, aller mit dem Problem des Komasaufens befassten Professionen: der Polizei, des Rettungsdienstes, der Sozialarbeiter, der Kliniken, etc... . Wir möchten deshalb noch mal auf das Angebot, des Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes und Rettungsdienst gGmbH hinweisen, welcher angeboten hat, dass die in Freiburg am Rettungsdienst beteiligten Organisationen zusammen mit der Verwaltung ein Projekt ähnlich den „Jugendschutzteams Karlsruhe“ zu organi-sieren. Um dieses Problem anzugehen ist es dringlich notwendig die alten Gräben zwi-schen Sozialarbeit und Polizei zuzuschütten um gemeinsam für ein Verbesserung zu sorgen. Wir fordern Sie auf, das bereits angekündigte „gute Einvernehmen“ zwischen dem Amt für öffentliche Ordnung und Sozialamt zu nutzen um dieses Problem ergebnisorientiert zu lösen. Des weiteren stellen sich für uns folgende Schlussfolgerungen aus dem Fachge-spräch „Aben(d)teuer Alkohol“: 1. Mit Beschluss des kommenden Doppelhaushaltes sollte Bedingung aller Förderbescheide für Einrichtungen wie Jugendzentren, Sportvereine, Bür-gervereine, etc... sein, dass bei Veranstaltungen bei denen alkoholische Getränke angeboten werden, eine Jugend- und Erwachsenenalkohl-schutzkonzeption vorgelegt werden muss. Dies könnte anhand eines Leit-fadens, der Stadtverwaltung 2. Bei Eröffnungen von Hocks, Messen und Festen wird demnächst auf die traditionellen Fassanstiche durch Bürgermeister verzichtet. 3. Die gute Zusammenarbeit mit dem Gaststättenverband sollte dahinge-hend ausgebaut werden, dass Schankeinrichungen und Verkaufsstellen von Alkohol umfassend in Jungend- und Erwachsenenschutzfragen ge-schult werden. Gegebenenfalls sind solche Kurse bzw. Veranstaltungen Kurse kostenfrei anzubieten. 4. Veranstalter und Gaststätten, die sich besonders Jugendschutzfreundlich bzw. Alkohollpräventiv verhalten, sollten durch ein Label, welches die Stadt vergibt gekennzeichnet werden. 5. Die Verwaltung soll endlich auf das Angebot des DRK eingehen und ge-meinsam ein Konzept erarbeiten. Wichtig ist dabei, dass ein solches Kon-zept auch bezahlbar bleibt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Sebastian Müller Stadrat Junges Freiburg |
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